Freitag, 26. August 2016

Zwei Jahre




Am 04. September 2014 erblickte mein Debüt "Eisblaue Augen" das Licht der Öffentlichkeit.
Ich dachte, da ist es an der Zeit das Ganze einmal zu reflektieren.

Hach, was war ich aufgeregt, als „Eisblaue Augen“ endlich für die Leser von „vorbestellbar“ auf „In den Einkaufswagen“ umsprang. Ich fieberte der ersten Rezension entgegen, die Angst im Nacken, es könnte den Lesern nicht gefallen. Zu der Zeit befand ich mich auf den Malediven, das war ein langgehegter Traum, den ich mir damals erfüllt hatte. Ich hatte dort zwar Internet, aber nur mein kleines Ipad dabei. Alle paar Minuten wurde Amazon aufgerufen. Ich werde das nie vergessen.

Seither habe ich die Höhen sowie die Tiefen des Veröffentlichens kennengelernt, begeisterte Leser und Verrisse, euphorische Verleger und Funkstille nach mäßigem Erfolg.  

Als ich vor über zwei Jahren nach einer Agentur bzw. danach einen Verlag gesucht und nur Absagen kassiert habe, zumindest von den Agenturen, war für mich einen Verlag zu finden, wie den Gipfel des Mount Everest erreicht zu haben. Jetzt weiß ich, es war nur die erst Station, weit vom Gipfel entfernt. Manchmal bin ich abgerutscht, hab mich aufgerappelt, bin weitergeklettert und klettere noch immer. Hin und wieder hat man das Gefühl, der Gipfel würde immer weiter wegwandern, je mehr man versucht ihn zu erreichen und Gedanken ans Hinwerfen kamen auch auf.

Doch ich schreibe einfach zu gerne. Ich liebe jede meiner Geschichten, jeden meiner Protagonisten. Ich möchte sie nicht missen und wünsche mir so sehr, dass die Leser diese Liebe spüren, dass viele, viele Menschen eine tolle Zeit mit ihnen verbringen. Wie ich, als ich ihnen gleich einer Chronistin gefolgt bin, mit ihnen gelacht und geweint habe. Sie irgendwann loslassen musste, auch wenn es schwerfiel.

Wenn ich als junges Mädchen im Kino gewesen war, und ich war damals häufig im Kino, war nach dem Film mein größter Wunsch gewesen, ich hätte das Buch dazu geschrieben. Ich glaube es gibt nichts Schöneres, als wenn die Welten und Personen, die man erdacht hat, auf einer großen Leinwand zum Leben erweckt werden.  Heute weiß ich natürlich, dass ein veröffentlichtes Buch noch lange keine Verfilmung nachzieht und in meinem Fall das wohl nicht passieren wird.

Nun habe ich insgesamt 7 Bücher veröffentlicht, bin dadurch nicht sehr reich geworden, aber habe viele tolle Menschen kennenlernen dürfen und konnte mein Hobby zum Nebenberuf machen.

Wie es weitergeht, steht in den Sternen. Ein paar Veröffentlichungen sind in Vorbereitung. Dann sehe ich weiter. Vielleicht leg ich mir ein paar neue Bergstiefel zu und klettere weiter....




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